Häufig gestellte Fragen zum Mund-Nasen-Schutz für gezielte Personengruppen.

Allgemeines

Nein, der Anspruch ist für alle privat und gesetzlich Versicherten sowie Post- und Bundesbahnbeamte und Soldaten gleich geregelt.

Nein, FFP2 Masken gehören nicht zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Die aktuelle Versorgung mit kostenlosen bzw. vergünstigten FFP2-Masken ist in einer Bundesverordnung geregelt und wird aus Bundesmitteln finanziert.

Alle Kassen ermitteln ihre Berechtigten im Auftrag und nach den Vorgaben des Bundesgesundheitsministeriums und veranlassen den Versand der Voucher (Gutscheine/Berechtigungsscheine) mit Anschreiben an diese.

Seit 07.01.2021 werden keine Masken mehr ohne die von der Bundesdruckerei ausgegebene Voucher ausgegeben. Das vereinfachte Verfahren endet am 06.07.2021.

Ausschließlich in der Apotheke.

Nein, Erstattungen sind nicht möglich. Für Kassenleistungen besteht das Sachleistungsprinzip. Die Masken sind keine Kassenleistung!

Maskentyp FFP2 oder vergleichbar.

Eine anspruchsberechtigte Person kann eine andere Person mit der Abholung beauftragen. Diese benötigt keine Vollmacht, nur das Voucher.

Nein, die Apotheke nimmt das Voucher entgegen und bestätigt mit Stempel und Unterschrift die Abgabe an den Berechtigten. Die Abrechnung der Kosten erfolgt über das Bundesamt für Soziales (BAS).

Anspruchsberechtigte Personen können insgesamt 15 Masken erhalten. – davon 3 bis 06.01.2021.

Erster Schritt – Dezember 2020:
In der Zeit vom 15. Dezember 2020 bis 6. Januar 2021 galt ein vereinfachtes Verfahren: Anspruchsberechtigte konnten einmalig dreikostenlose Masken in der Apotheke erhalten.

Zweiter Schritt – ab Januar 2021:
In den Zeiträumen vom 1. Januar 2021 bis zum 28. Februar 2021 sowie vom 16. Februar bis zum 15. April sollen Anspruchsberechtigte zwei Voucher für jeweils sechs FFP2- oder vergleichbare Masken erhalten, die gegen eine geringe Eigenbeteiligung von jeweils 2 EUR für sechs Masken in der Apotheke eingelöst werden können.

Ja, die Apotheke darf Originalverpackungen öffnen und die Masken umverpacken.

Ja, auf beiden Voucher ist jeweils der entsprechende Zeitraum aufgedruckt, in dem sie einlösbar sind.

Ja. Bei der Eigenbeteiligung in Höhe von 2 EUR je sechs Masken handelt es sich nicht um eine gesetzliche Zuzahlung, so dass hier keine Befreiung möglich ist. Umgekehrt kann die Zahlung nicht auf die Belastungsgrenze nach § 62 Fünftes Sozialgesetzbuch angerechnet werden kann.

Personenkreis

Alleine eine chronische Erkrankung ist nicht ausreichend. Es muss eine der u. g. Erkrankungen vorliegen, um zu einer definierten Risikogruppe zu gehören.

Personen mit Wohnsitz in Deutschland die

  • das 60. Lebensjahr vollendet haben
    oder
  • zu einer Risikogruppe gehören

Stichtag ist der 15.12.2020 – also vor dem 16.12.1960 Geborene.

Jeder, der bis einschließlich 15.12.1960 geboren wurde, hatte am 15.12.2020 das 60. Lebensjahr bereits vollendet

Personen mit folgenden Erkrankungen oder Risikofaktoren:

  • chronisch obstruktive Lungenerkrankung oder Asthma bronchiale
  • chronische Herzinsuffizienz
  • chronische Niereninsuffizienz Stadium ≥ 4
  • Demenz oder Schlaganfall
  • Diabetes mellitus Typ 2
  • aktive, fortschreitende oder metastasierte Krebserkrankung oder stattfindende Chemo- oder Radiotherapie, welche die Immunabwehr beeinträchtigen kann
  • stattgefundene Organ- oder Stammzellentransplantation
  • Trisomie 21
  • Risikoschwangerschaft
  • eine aktuell bestehende Schwangerschaft und bis zum 15.12.1985 geboren (über 35 Jahre)
    oder
  • aktuell bestehende Schwangerschaft und ab dem 1.4.2020 eine Diagnose aus einer entsprechenden Liste für ICD, die eine Risikoschwangerschaft bedeuten (es sind über 90 ICD-Schlüssel hierfür definiert) - ICD aus erfassten Daten vom 01.04.2020 bis 14.12.2020 z.B. aus gemeldeten Arbeitsunfähigkeitszeiten, erfasster stationärer oder abgerechneter ambulanter Behandlung

Die Bundesregierung hat die Risikogruppen basierend auf einer Empfehlung des Gemeinsamen Bundesausschusses festgelegt.

Nach den Vorgaben des Bundesministeriums für Gesundheit wurden die entsprechenden Krankheitsschlüssel (ICD) festgelegt, die die Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe definieren. Die Kassen ermitteln maschinell anhand der erfassten und/oder übermittelten ICD-Schlüsseln z.B. aus Abrechnungen ärztlicher Behandlung oder aus Krankenhausaufenthalten. Auswertungszeitraum ist vom 01.07.2019 bis 30.06.2020.

Nein. Die Datenselektion ist auf den Zeitraum bis 30.06.2020 begrenzt, so dass keine Daten ab dem 01.07.2020 berücksichtigt werden. Daher können Personen mit Erstdiagnose ab 01.07.2020 nicht berücksichtigt werden.

Nein. Die Datenselektion ist auf den Zeitraum ab 01.07.2019 bis 30.06.2020 begrenzt, so dass keine Daten vor dem 01.07.2019 berücksichtigt werden. Daher können Personen mit Erstdiagnose nach dem 30.06.2020 nicht berücksichtigt werden.

Jede Kasse selektiert ihre Versicherten anhand derselben Kriterien nach den Vorgaben des Bundesgesundheitsministeriums. Hierauf haben wir als Kasse keinen Einfluss.

Dazu können wir aktuell keine Auskunft geben. Die Listen sind noch in der Abstimmung.

Wir können keine Bescheinigungen oder Nachweise berücksichtigen. Die Zugehörigkeit zum anspruchsberechtigten Personenkreis wird ausschließlich anhand der bei uns vorhandenen Daten ermittelt.

Nein. Für Pflegebedürftige gibt es keine gesonderte Regelung. FFP2-Masken sind auch keine Leistung der Pflegekasse.

Nein. Für Pflegebedürftige gibt es keine gesonderte Regelung. FFP2-Masken sind auch keine Leistung der Pflegekasse. Im Rahmen der häuslichen Pflege können Einwegmasken als zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel (Pauschale bis zu 60,00 EUR pro Monat) zu Lasten der Pflegekasse bezogen werden. Näheres hierzu erfahren Sie von der Pflegekasse (Telefon: - 391)

In Bayern ja - aber nicht von der Kranken- oder Pflegekasse. 

Der Freistaat Bayern stellt für pflegende Angehörige in Bayern insgesamt 1 Million FFP2-Schutzmasken kostenlos zur Verfügung.

Nach unseren Informationen ist vorgesehen, dass ab der 4. Kalenderwoche die Hauptpflegeperson kostenfrei drei FFP2-Schutzmasken in der Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung des Pflegebedürftigen abholen kann. Als Nachweis der Bezugsberechtigung soll bei Abholung das Schreiben der Pflegekasse mit Feststellung des Pflegegrads der pflegebedürftigen Person vorgelegt werden.

Eine gesonderte Bescheinigung unserer Pflegekasse wird nicht ausgestellt.

Voucher (Gutscheine/Berechtigungsscheine)

Die Vorbereitungen für den Versand der Voucher sind abgeschlossen.

Die Bundesdruckerei hat die Voucher an unseren Dienstleister ausgeliefert.

Wir sind von den Möglichkeiten und Kapazitäten der beteiligten Infrastruktur (Externer Dienstleister also Druckerei) abhängig.

Aktuell sind folgende Versandtermine vorgesehen:

  • 19.01.2021 (Kategorie 1)
  • 29.01.2021 (Kategorie 2)
  • 12.02.2021 (Kategorie 3)

Nein, der Versand wird dabei nach drei von der Bundesregierung vorgegebenen Prioritätsstufen erfolgen:

  1. Versicherte über 75 Jahren
  2. Versicherte über 70 Jahren und/oder mit einer der genannten Risikofaktoren
  3. Versicherte über 60 Jahren

Dies war aufgrund der Datenselektion technisch nicht anders umsetzbar.

Nein, ein Ersatzversand ist nicht vorgesehen und auch nicht möglich. Das Bundesministerium für Gesundheit hat die Kassen aufgefordert, ihre Anspruchsberechtigten zu selektieren. An alle so ermittelten Personen werden im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums jeweils zwei Voucher mit einem Anschreiben des Bundesgesundheitsministeriums versandt. Sollte es nicht zugestellt werden, ist keine weitere Maßnahme vorgesehen. Die Debeka BKK erhält - wie die anderen Kassen auch - von der Bundesdruckerei keine Voucher zum eigenständigen Versand.

Es handelt sich nicht um einen Leistungsantrag und um keinen Verwaltungsakt. Daher ist hier kein Widerspruch möglich.

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