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Pflegeversicherung

Pflegekasse

Als Versicherte der Debeka BKK sind Sie automatisch auch in unserer Pflegekasse versichert. Die Leistungen sind im Pflegefall zu beantragen und umfassen Grundpflege, hauswirtschaftliche Versorgung, vollstationäre Pflege, Entlastung im Alltag sowie ergänzende Leistungen wie Pflegehilfsmittel, technische Hilfsmittel und auch die soziale Absicherung von pflegenden Angehörigen.

In fast allen Bundesländern haben die Kranken- und Pflegekassen gemeinsam mit den Sozialhilfeträgern sog. Pflegestützpunkte errichtet. Das sind unabhängige Auskunfts- und Beratungsstellen rund ums Thema Pflege, Versorgung und Betreuung sowie weiterer Unterstützungsangebote. Hier erhalten Pflegebedürftige, Angehörige und andere interessierte Personen kompetente Auskünfte und Beratungen bis hin zur Koordination erforderlicher Leistungen im Einzelfall.

Unter folgendem Link finden Sie im Internet weitere Informationen zu Pflegestützpunkten:

www.bkk-pflegefinder.de/pflegeberatung/pflegestuetzpunkte/

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Die bislang größte Reform in der Geschichte der sozialen Pflegeversicherung, das zweite Pflegestärkungsgesetz (PSG II), trat zum 1. Januar 2017 in Kraft. Hiermit wurden ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff und das Neue Begutachtungsinstrument (NBA) eingeführt.

Die Feststellung der Pflegebedürftigkeit erfolgt durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK). Es werden körperliche, geistige und psychische Einschränkungen gleichermaßen erfasst und in die Einstufung einbezogen. Die neu konzipierte Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Kranken- und Pflegeversicherung misst den Grad der Selbstständigkeit in sechs verschiedenen Modulen und führt diese auf Grundlage einer differenzierten Gewichtung zu einer Gesamtbewertung (Gesamtscorewert) zusammen. Hieraus leitet sich dann die Einstufung in einen der fünf Pflegegrade ab.

Folgende Module werden in der Begutachtung der Medizinischen Dienste erfasst:

  • Mobilität
  • Kognitive und kommunikative Fähigkeiten
  • Verhaltensweisen und psychische Problemlagen
  • Selbstversorgung
  • Bewältigung von und selbstständiger Umgang mit krankheits- und therapiebedingten Anforderungen und Belastungen
  • Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte
  • Außerhäusliche Aktivitäten
  • Haushaltsführung

Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff seit 01.01.2017 bedeutet, dass der tatsächliche Unterstützungsbedarf für die betroffenen Menschen umfassender als zuvor und auf pflegewissenschaftlicher Grundlage erfasst wird. Die Leistungshöhe und die damit gegebene pflegerische Leistung wird daran entschieden, was der Betroffene noch selbst kann und wo Unterstützung nötig ist - unabhängig davon, ob jemand an einer Demenz leidet oder körperliche Einschränkungen besitzt. Minuten spielen in der neuen Begutachtung und damit für die Einstufung keine Rolle mehr.

Ab 1. Januar 2017 gelten die folgenden Beträge für Leistungen aus der Pflegeversicherung. Die Höhe der Leistungen richtet sich nach den ermittelten Pflegegraden und ist von weiteren Anspruchsvoraussetzungen abhängig.

Ambulante Pflege  

Leistung Pflegegrad 1 Pflegegrad 2 Pflegegrad 3 Pflegegrad 4 Pflegegrad 5
Pflegegeld (private Pflegeperson) --,-- 316,00 Euro 545,00 Euro 728,00 Euro 901,00 Euro
Pflegesachleistungen (Pflegedienst) ---*) 689,00 Euro 1.298,00 Euro 1.612,00 Euro 1.995,00 Euro
Teilstationäre Pflege ---*) 689,00 Euro 1.298,00 Euro 1.612,00 Euro 1.995,00 Euro
Entlastungsbetrag**) 125,00 Euro 125,00 Euro 125,00 Euro 125,00 Euro 125,00 Euro
Kurzzeitpflege, jährlich ---*) 1.612,00 Euro 1.612,00 Euro 1.612,00 Euro 1.612,00 Euro
Verhinderungspflege, jährlich --,-- 1.612,00 Euro 1.612,00 Euro 1.612,00 Euro 1.612,00 Euro
zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel 40,00 Euro 40,00 Euro 40,00 Euro 40,00 Euro 40,00 Euro
Leistungen zur Anpassung des Wohnumfeldes Bis zu 4.000,00 Euro Bis zu 4.000,00 Euro Bis zu 4.000,00 Euro Bis zu 4.000,00 Euro Bis zu 4.000,00 Euro

 

*) Pflegebedürftige in Pflegegrad 1 können für die Finanzierung von Pflegesachleistungen, der teilstationären Pflege und der Kurzzeitpflege den sogenannten Entlastungsbetrag in Höhe von 125,00 Euro pro Monat nutzen.

**) Pflegebedürftige können neben den allgemeinen Pflegeleistungen zusätzlich Entlastungsleistungen in Anspruch nehmen und erhalten zu deren Finanzierung einen zusätzlichen Entlastungsbetrag bis zu 125,00 Euro monatlich.

Der Betrag ist ein zweckgebundener Zuschuss zu bestimmten Sachleistungen, die

  • der Entlastung der Pflegeperson(en) und Angehörigen
  • und/ oder zur Förderung der Selbstständigkeit dienen.

Jeder ambulante Pflegedienst kann jetzt neben körperlicher Pflege und Hilfe bei der Haushaltsführung auch Betreuungsmaßnahmen anbieten. Die Pflegedienste können hier zusätzlich mit anderen Dienstleistern zusammenarbeiten.

Pflegebedürftige ab Pflegegrad 2, die ambulante Leistungen beziehen, können zusätzlich bis zu 40 Prozent des Pflegesachleistungsbetrages für anerkannte Unterstützung im Alltag in Anspruch nehmen. Hierzu ist ein Antrag erforderlich. Dieser Betrag kann gleichzeitig, vor oder nach Inanspruchnahme des Entlastungsbetrages, genutzt werden. Pflegesachleistungen und Pflegegeld werden dann entsprechend gekürzt.

Informationen zu Pflegediensten in der Nähe finden Sie auch im Internet unter:

www.bkk-pflegefinder.de

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Vollstationäre Pflege

  Pflegegrad 1 Pflegegrad 2 Pflegegrad 3 Pflegegrad 4 Pflegegrad 5
Monatlicher Leistungsbetrag 125,00 Euro 770,00 Euro 1.262,00 Euro 1.775,00 Euro 2.005,00 Euro

In der vollstationären Pflege ist nicht nur der Leistungsbetrag der Pflegeversicherung, sondern auch die Höhe des Eigenanteils entscheidend. Dieser Betrag ist nämlich aus der eigenen Tasche zu zahlen. Bislang stieg der Eigenanteil in der stationären Pflege mit der Höhe der Pflegestufe. In Zukunft wird der pflegebedingte Eigenanteil nicht mehr mit zunehmender Pflegebedürftigkeit steigen. Dadurch kommt es zu einer spürbaren finanziellen Entlastung des Einzelnen. Seit 01.01.2017 zahlen alle Pflegebedürftigen der Pflegegrade 2 bis 5 den gleichen pflegebedingten Eigenanteil in einem Pflegeheim. Wichtig ist, dass sich der Betrag von Einrichtung zu Einrichtung dennoch unterscheidet, da er sich einrichtungsindividuell berechnet. Darüber hinaus sind weitere Kosten z. B. für Verpflegung, Unterkunft und Investitionen vom Pflegebedürftigen selbst an das Heim zu entrichten. Diese sind im EEE nicht enthalten.

Informationen zu Pflegeeinrichtungen in Ihrer Nähe finden Sie auch im Internet unter

www.bkk-pflegefinder.de

Weitere Neuerungen im Pflegestärkungsgesetz II

Zusätzliche Betreuungsangebote:

Jeder Pflegebedürftige kann in teilstationären Pflegeeinrichtungen in den Genuss zusätzlicher Betreuungsangebote kommen. Bisher war dies abhängig davon, ob der Pflegeanbieter mit der Pflegekasse entsprechende Leistungen verhandelt hat. Mit dem Pflegestärkungsgesetz II muss jetzt jede teilstationäre Pflegeeinrichtung mit den Pflegekassen entsprechende Vereinbarung schließen, zusätzlich Betreuungskräfte einstellen und entsprechende Leistungen anbieten. Die Finanzierung erfolgt - wie bisher - vollständig durch die Pflegeversicherung.

"Reha vor Pflege"

Durch zielgerichtete Rehabilitation kann Pflegebedürftigkeit verhindert bzw. hinausgezögert werden. Durch den medizinischen Dienst im Gutachten festgestellte Rehabilitationsempfehlungen werden als Antrag gewertet. Hierzu ist die Einwilligung des Versicherten notwendig.

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Renten- und Arbeitslosenversicherung für Pflegepersonen und pflegende Angehörige:

Für alle Pflegepersonen, die einen Pflegebedürftigen im Pflegegrad 2 bis 5 mindestens zehn Stunden wöchentlich - verteilt auf mindestens zwei Tage - zu Hause versorgen, zahlt die Pflegeversicherung Rentenbeiträge. Gestaffelt nach Pflegebedürftigkeit steigen die Rentenbeiträge. Weitere Voraussetzungen zur Rentenversicherungspflicht sind u. a.:

  • Die Pflege wird nicht erwerbsmäßig durchgeführt.
  • Die Pflege findet in der häuslichen Umgebung des Pflegebedürftigen statt.
  • Die Pflegeperson ist regelmäßig nicht mehr als 30 Wochenstunden erwerbstätig.

Zudem besteht seit 01.01.2017 ein Versicherungsschutz in der Arbeitslosenversicherung. Für Pflegepersonen, die aus dem Beruf (vorübergehend) aussteigen, um sich um pflegebedürftige Angehörige zu kümmern, zahlt die Pflegeversicherung künftig Beiträge zur Arbeitslosenversicherung für die gesamte Dauer der Pflegetätigkeit.

Kostenlose Pflegekurse für Angehörige und ehrenamtliche Pflegepersonen:

Die Pflegekasse bietet kostenlose Pflegekurse für Angehörige und Ehrenamtliche an.

Hilfsmittelversorgung:

Empfehlungen des Medizinischen Dienstes im Gutachten zur Hilfsmittel- bzw. Pflegehilfsmittelversorgung werden von den Pflegekassen als Antrag gewertet. Hierfür ist die Einwilligung des Versicherten notwendig.

Weitere Informationen und Kontakt:

Anfangsbuchstabe des Nachnamens Ansprechpartner/in E-Mail-Adresse / Telefon
von bis
Teamleiterin Frau Hidding

Dorothee.Hidding@debeka-bkk.de

(02 61) 9 41 43 - 3 14

A Lau Frau Gutmann

Sarah.Gutmann@debeka-bkk.de

(02 61) 9 41 43 - 3 13

Lav Z Frau Mattetschk

Susann.Mattetschk@debeka-bkk.de

(02 61) 9 41 43 - 3 15

    Herr Hülpert

Mario.Huelpert@debeka-bkk.de

(02 61) 9 41 43 - 3 22